Die Ursprünge des Nachnamens Goulding
Der Nachname Goulding ist ein einzigartiger und interessanter Name mit zwei möglichen Ursprüngen, die beide angelsächsisch sind. Der erste mögliche Ursprung könnte im altenglischen Personennamen „Goldhere“ aus der Zeit vor dem 7. Jahrhundert liegen, der sich aus den Elementen „gold“ (Gold) und „here“ (Armee) zusammensetzt. Der Name erscheint in den Essex Pipe Rolls von 1197 als Henricus filius Goldere (Sohn von Goldere), und die erste Erwähnung des Nachnamens aus dieser Quelle findet sich in den Subsidy Rolls of Sussex von 1296, wo ein John Golder(e) aufgeführt ist.
Der zweite mögliche Ursprung des modernen Familiennamens ist der Ortsname „Golder“ in Oxfordshire. Der Ortsname wird 987 im „Saxon Codex“ als „Goldhora“ und 1236 als „Goldor“ in den Close Rolls der Grafschaft erwähnt. Der Name bedeutet „Hang, wo Ringelblumen wuchsen“, abgeleitet vom altenglischen „golde“, „Ringelblume“ und „ora“ Hang. In einigen Fällen könnte der Name einen topografischen Ursprung haben, was darauf hindeutet, dass die Person an einem solchen Ort lebte.
In frühen Aufzeichnungen finden wir Beispiele von Personen mit dem Nachnamen Goulding. Beispielsweise heiratete Robert Golder 1570 Elizabeth Wullens in Stainton bei Langworth, Lincolnshire. Darüber hinaus heiratete William Goulder 1595 Avis Jenkes in Grantham, Lincolnshire. Die erste aufgezeichnete Schreibweise des Familiennamens ist die von Matthew de Goldore in den „Hertfordshire Hundred Rolls“ aus dem Jahr 1275 während der Herrschaft von König Edward I. (1272-1307), bekannt als „Der Hammer der Schotten“. Nachnamen wurden notwendig, als Regierungen eine persönliche Besteuerung einführten, die in England als Poll Tax bekannt ist. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich in allen Ländern Nachnamen weiterentwickelt, was zu Abweichungen in der ursprünglichen Schreibweise geführt hat.
Entwicklung des Goulding-Nachnamens
Der Nachname Goulding hat im Laufe der Zeit verschiedene Veränderungen erfahren, wie aus historischen Aufzeichnungen hervorgeht. Beispielsweise finden wir in den Hundred Rolls of Kent aus dem Jahr 1273 Hinweise auf Golding Palmarius. Ebenso erscheinen Personen wie Hilde Golden, Nicholas Goldin, Thomas Goldine und Hugo Golding in verschiedenen Aufzeichnungen aus derselben Zeit. Die Kopfsteuer von Yorkshire aus dem Jahr 1379 listet Namen wie Willelmus Goldyng, Robertus Goldyng pelliparius und Isabella Goldyng auf. In Wiltshire wurde der Familienname Golden in Broad Chalke später 1563 als Golding, 1707 als Goulden und 1672 als Golden registriert.
Einige Variationen des Nachnamens lassen auf Einflüsse französischer Herkunft schließen. Beispielsweise weisen die Namen Henry le Gulden, Henry le Gilden und Roger le Gildene in den Writs of Parliament und Kirby's Quest auf mögliche frankophone Verbindungen hin. Darüber hinaus könnte der Name Nicholas, der „der Goldene“ bedeutet, auf die Haarfarbe der Person hinweisen, ähnlich dem Begriff „Goldenlock“. Diese Beispiele spiegeln die vielfältige Entwicklung des Goulding-Nachnamens wider.
Historische Referenzen und Interpretationen
Historische Quellen bieten Einblicke in die Ursprünge und Bedeutungen des Nachnamens Goulding. Laut Charles Wareing Endell Bardsleys „A Dictionary of English and Welsh Surnames“ (1896) stammt der Name Golding wahrscheinlich vom altenglischen Personennamen Golding ab, der „Gold(a)s Sohn“ bedeutet. Bardsley erwähnt auch einen Vorfall mit einem schottischen Soldaten namens Ralph Golding im Jahr 1333, der eine bedeutende Rolle bei einer militärischen Begegnung auf der Brücke von Rokesburgh spielte.
George Fraser Blacks „The Surnames of Scotland“ (1946) erwähnt kurz den Nachnamen Golding als Bezugspunkt für weitere Untersuchungen. Henry Harrisons „Surnames of the United Kingdom“ (1912) stellt fest, dass die englischen Ursprünge des Namens zwar unterschiedlich sind, Goulding in Irland jedoch möglicherweise eine anglisierte Form von Ó Góilín oder Mag Ualghairg ist, die mit prominenten Familien in Cork und Leitrim in Verbindung gebracht wird. Edward MacLysaghts „A Guide to Irish Names“ (1964) interpretiert Goulding als „Nachkomme von Goldwin“, was auf eine Verbindung zu Freundschaft und Loyalität hindeutet.
Elsdon Coles Smiths „Dictionary of American Family Names“ (1956) untersucht den amerikanischen Kontext und untersucht politische Zugehörigkeiten, die mit dem Nachnamen Goulding in den Vereinigten Staaten verbunden sind. Durch die Analyse parteipolitischer Tendenzen im Zusammenhang mit verschiedenen Nachnamen bietet das Buch eine Perspektive auf die kulturelle Bedeutung von Namen in bestimmten Kontexten.
Um tiefer in den historischen und kulturellen Hintergrund des Goulding-Nachnamens einzutauchen, kann eine umfassende Untersuchung genealogischer Aufzeichnungen, Archivquellen und linguistischer Studien wertvolle Einblicke in die vielfältigen Ursprünge und Interpretationen dieses faszinierenden Namens liefern.Verweise: - Bardsley, Charles Wareing Endell. Ein Wörterbuch englischer und walisischer Nachnamen. 1896. - Schwarz, George Fraser. Die Nachnamen Schottlands. 1946. - Harrison, Henry. Nachnamen des Vereinigten Königreichs. 1912. - MacLysaght, Edward. Ein Leitfaden zu irischen Namen. 1964. - Smith, Elsdon Coles. Wörterbuch der amerikanischen Familiennamen. 1956.