Erforschung der Ursprünge des Booker-Nachnamens
Der interessante Nachname Booker hat seinen Ursprung in der altenglischen Sprache und hat zwei mögliche Quellen. Der erste ist ein Berufsname für jemanden, der mit Büchern zu tun hat, im Allgemeinen als Schreiber oder Buchbinder, abgeleitet vom mittelenglischen „boker“ und dem altenglischen „bocere“, was Buch bedeutet. Die zweite Quelle ist ebenfalls berufsbezogen, in diesem Fall für einen Stoffbleicher, abgeleitet vom mittelenglischen „bouken“, was „bleichen oder in Lauge einweichen“ bedeutet, vom mittelniederdeutschen und mittelniederländischen „buken“.
Frühe Aufnahmen des Nachnamens Booker
Die Entwicklung von Nachnamen seit 1246 umfasst frühe Aufzeichnungen wie William le Buker im Jahr 1246 in Lancashire, William le Bocer im Jahr 1255 in Shropshire, John Boker im Jahr 1275 in Norfolk und Elias le Boukere im Jahr 1296 in Sussex. Zu den Aufzeichnungen in London gehören unter anderem die Taufe von John, dem Sohn von Rowland Booker, im Jahr 1572 und die Hochzeit von Bartholomew Booker und Elisabeth Painter im Jahr 1622. Die erste aufgezeichnete Schreibweise des Nachnamens stammt aus dem Jahr 1229, als Robert le Bukere in den Assize Rolls of Lancashire erwähnt wird.
Nachnamen wurden notwendig, als Regierungen die Personenbesteuerung einführten. In England war dies als Poll Tax bekannt. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich Nachnamen in allen Ländern weiterentwickelt, was oft zu überraschenden Abweichungen von der ursprünglichen Schreibweise führte.
Abweichende Schreibweisen und berühmte Persönlichkeiten
Es ist bekannt, dass der Nachname Booker abweichende Schreibweisen hat, wie z. B. Bowker, wie in der Lancashire-Variante zu sehen ist. In historischen Aufzeichnungen wird John Boker 1273 in Norfolk und William le Bocer in Salop erwähnt. John Booker aus Chester im Jahr 1588 und Nicholas Bowker oder Booker aus Gloucestershire im Jahr 1607 sind ebenfalls in verschiedenen Dokumenten erwähnt.
John Booker, ein bekannter Astrologe im 17. Jahrhundert, wurde 1601 in Manchester geboren und war als Sohn von John Bowker bekannt, der allgemein als Booker ausgesprochen wird. Der Nachname Booker wurde auf verschiedene Orte wie Worthing und Derbyshire in England zurückgeführt.
Zitate zum Nachnamen Booker
In historischen Quellen wie „A Dictionary of English and Welsh Surnames“ von Charles Wareing Endell Bardsley wird der Nachname Booker mit Bedeutungen wie „Autor“, „Schreiber“ und „Bewohner einer Buche“ in Verbindung gebracht. Ein ähnlicher Hinweis in „Surnames of the United Kingdom“ von Henry Harrison deutet auf einen Zusammenhang mit dem Beruf eines Bleachers im Altenglischen hin.
In „South African Surnames“ von Eric Rosenthal wird der Nachname Booker mit jemandem in Verbindung gebracht, der Bücher kopierte oder in der Nähe einer Buche lebte. Darüber hinaus erwähnt das „Dictionary of American Family Names“ von Elsdon Coles Smith die angelsächsische Bedeutung von Bocere als Schriftsteller, Arzt oder Dolmetscher.
Weitere Hinweise in „Patronymica Britannica“ von Mark Antony Lower und „The Norman People“ weisen auf die Präsenz des Nachnamens Booker in der Normandie und seine Verbindung mit der Wappenidentität hin. Die politische Zugehörigkeit von Booker in den Vereinigten Staaten wird in „Homes of Family Names in Great Britain“ von Henry Brougham Guppy erwähnt.
Schlussfolgerung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Nachname Booker eine reiche Geschichte hat, die bis ins Mittelalter zurückreicht und mit Berufen im Zusammenhang mit Schreiben, Buchhaltung und Stoffbleichen verbunden ist. Die unterschiedlichen Schreibweisen und vielfältigen Verweise in historischen Aufzeichnungen und Veröffentlichungen geben Einblicke in den Ursprung und die Entwicklung dieses faszinierenden Nachnamens.
Bibliographie:
- Ein Wörterbuch der englischen und walisischen Nachnamen (1896) von Charles Wareing Endell Bardsley
– Nachnamen des Vereinigten Königreichs (1912) von Henry Harrison
- South African Surnames (1965) von Eric Rosenthal
- Dictionary of American Family Names (1956) von Elsdon Coles Smith
- Patronymica Britannica (1860) von Mark Antony Lower
- Das normannische Volk (1874)
– Homes of Family Names in Great Britain (1890) von Henry Brougham Guppy