Erforschung des Ursprungs des Bage-Nachnamens
Der Nachname Bage ist frühmittelalterlichen englischen und germanischen Ursprungs, mit zwei möglichen Quellen. Erstens könnte es sich um einen metonymischen Berufsnamen für einen Hersteller von Taschen und Säcken verschiedener Art, einschließlich Brieftaschen und Geldbörsen, handeln, abgeleitet vom mittelenglischen (1200-1500) „bagge“, was „Tasche“ bedeutet, mit ungewisser Etymologie. Berufsnamen bezeichneten ursprünglich den eigentlichen Beruf des Namensträgers und wurden später erblich. Die zweite Quelle stammt vom germanischen Personennamen „Bac(c)o, Bahho“, abgeleitet von der Wurzel „Tasche“, was „kämpfen“ bedeutet.
Normannischer Einfluss
Der Name war bei den Normannen in der Form „Bacus“ mit der Schrägschreibung „Bacon“ relativ häufig. Der Personenname wurde wahrscheinlich nach der normannischen Eroberung im Jahr 1066 in England eingeführt. Der moderne Familienname findet sich auch als Bagg und Bagge. In den Londoner Kirchenbüchern ist die Taufe von Richard, dem Sohn von William Bage, am 12. September 1559 in St. Dunstan im Osten verzeichnet. Der Familie wurde ein Wappen verliehen, das einen blauen, ungezügelten Hermelin zwischen drei goldenen Fingerkraut zeigt. Das Wappen ist ein Halbgreif-Hermelin, der einen Fingerkrautstiel und grüne Blätter hält.
Frühe Aufnahmen
Die erste aufgezeichnete Schreibweise des Nachnamens ist die von William Bagge aus dem Jahr 1166 in den „Pipe Rolls of Norfolk“ während der Herrschaft von König Heinrich II., auch bekannt als „Der Erbauer der Kirchen“ (1154-1189). . Nachnamen wurden notwendig, als die Regierungen die Personenbesteuerung einführten. In England war dies als Poll Tax bekannt. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich Nachnamen in allen Ländern weiterentwickelt, was oft zu bemerkenswerten Abweichungen von der ursprünglichen Schreibweise führte.
Skandinavischer Einfluss
Dieser Nachname leitet sich vom Namen eines Vorfahren ab, „dem Sohn von Bagg“. Der Name erscheint häufig in frühen Rollen ohne Präfix, was auf seinen skandinavischen Ursprung hinweist. Die Verbindung zu einem skandinavischen Personennamen wird weiterhin durch die Existenz von Variationen wie Bagelyn (vergleichbar mit Hewling) und Bagekoc gestützt, bei denen den Schriftartnamen das Suffix -cok hinzugefügt wird.
Bemerkenswerte Persönlichkeiten
In historischen Aufzeichnungen werden Personen mit dem Nachnamen Bage erwähnt, beispielsweise William Bage in Cambridgeshire im Jahr 1273, Henry Bagekoc, Cattle (Ketel) Bagge und Robert Bagge an verschiedenen Orten im frühen Mittelalter. Der Nachname kommt auch in Aufzeichnungen aus Yorkshire, Somerset und Buckinghamshire vor, was auf die Verbreitung des Namens in verschiedenen Regionen hinweist.
Im Bezirk Bridgewater hat die Familie Bagg eine Präsenz aufgebaut. John Bagg aus Thomcomb, an der Grenze zu Devonshire gelegen, wurde 1685 nach Barbados transportiert, um sich am Monmouth-Aufstand zu beteiligen. Trotz der Herausforderungen, denen er sich gegenübersah, vertrat er eine Sache, die sich später durchsetzte.
Schlussfolgerung
Der Nachname Bage hat eine große historische Bedeutung, da seine Wurzeln sowohl auf den beruflichen als auch auf den persönlichen Ursprung des Namens zurückzuführen sind. Von seinem normannischen Einfluss bis hin zu seinen skandinavischen Verbindungen hat sich der Nachname im Laufe der Zeit weiterentwickelt und spiegelt die Veränderungen in Gesellschaft und Kultur wider. Durch die Erforschung früher Aufzeichnungen und bemerkenswerter Personen können wir Einblick in die vielfältigen Wege gewinnen, die der Familienname Bage eingeschlagen hat.
Quellen:
- Ein Wörterbuch der englischen und walisischen Nachnamen (1896) von Charles Wareing Endell Bardsley
– Homes of Family Names in Great Britain (1890) von Henry Brougham Guppy