Erforschung der Ursprünge des Wallis-Nachnamens
Ist das der berühmteste schottische Familienname? Angesichts der Offenlegung von Tradition, Mythos und Hollywood, die es schafft, beides zu vereinen, liegt es sicherlich nahe an der Spitze der Liste. Daher ist es für viele äußerst überraschend zu wissen, dass der Ursprung vieler Namensträger möglicherweise gar nicht schottisch, sondern englisch, walisisch oder bretonisch ist! Der Nachname wurde in den Schreibweisen „Wallace“, „Wallice“, „Walles“, „Wallis“ und „Wallas“ aufgezeichnet und erstmals in England erwähnt. Er leitet sich vom normannisch-französischen Wort „waleis“ ab, was „Ausländer“ bedeutet.
In England bedeutete dies im Allgemeinen einen Waliser oder eine Person, die in den Grenzbezirken von England und Wales lebte, oder einen Kelten aus Cornwall oder einen ehemaligen Bretonen, der sich nach der normannischen Eroberung im Jahr 1066 in Ostanglien niederließ! Eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Um die Verwirrung noch zu verstärken, erstreckte sich das alte britische Königreich Strathclyde aus dem 12. Jahrhundert, das zumindest nominell dem König von England Treue schuldete, vom westlichen Ende der heutigen englisch-schottischen Grenze nach Norden bis zum Clyde Valley und darüber hinaus . Die Bewohner dieser Region waren als „Walensis“ bekannt und hier wurde Sir William Wallace geboren. Der Nachname wird erstmals in der Mitte des 12. Jahrhunderts in England erwähnt (siehe unten), und zu den frühen Aufzeichnungen gehört Robert Walleis in den Pipe Rolls of Norfolk um 1168. Der Nachname wird erstmals 1190 in Schottland erwähnt, als ein Richard Waleis Zeuge einer Urkunde war im Zusammenhang mit Kelso Abbey.
Sir William Wallace (1272–1305), der schottische Patriot, Held der Romantik und Mitaufseher Schottlands (er war auch als „Terror Anglorum“ bekannt), organisierte 1296 die schottische Armee und wehrte die einfallenden Armeen ab von Eduard I. von England für zehn Jahre. Er wurde schließlich verraten, gefangen genommen und am 24. August 1305 in London als Verräter gehängt. Die erste aufgezeichnete Schreibweise des Nachnamens ist die von Osbert Waleis und stammt aus der Zeit um 1156 im „Buch der Siegel“ aus Warwickshire. Dies geschah während der Herrschaft von König Heinrich II. von England, bekannt als „Der Erbauer der Kirchen“, von 1154 bis 1189.
Die walisische Verbindung
Die Verbindung des Wallis-Nachnamens zu Wales ist bedeutsam. In England bezog sich der Begriff „Waleis“ typischerweise auf einen Waliser oder jemanden, der in den walisischen Grenzgebieten lebt. Dies könnte bedeuten, dass die ursprünglichen Träger des Wallis-Nachnamens walisische Einwanderer waren, die sich in England niederließen. Die Waliser haben eine reiche Geschichte und Kultur und ihr Einfluss zeigte sich in der Verbreitung des Nachnamens in ganz England und Schottland.
Darüber hinaus könnten die Verbindungen zu Wales auch auf ein keltisches Erbe für diejenigen mit dem Wallis-Nachnamen hinweisen. Die Kelten waren ein altes Volk, das weite Teile Europas bewohnte, darunter Wales, Schottland und Teile Englands. Ihr Einfluss auf die Kultur und Sprache dieser Regionen könnte sich im Nachnamen Wallis widerspiegeln.
Die bretonische Verbindung
Der Verweis auf Bretonen im Ursprung des Wallis-Nachnamens fügt eine weitere Ebene der Komplexität hinzu. Die Bretonen waren ein keltisches Volk, das in der Bretagne im Nordwesten Frankreichs lebte. Nach der normannischen Eroberung Englands im Jahr 1066 wanderten einige Bretonen möglicherweise nach England aus und nahmen den Wallis-Nachnamen an.
Es ist auch möglich, dass der Nachname Wallis Verbindungen zur bretonischen Sprache oder Kultur hat. Die Bretonen hatten eine einzigartige Sprache und Bräuche, die sie von anderen Gruppen in Frankreich unterschieden, und diese Einflüsse könnten die Identität des Wallis-Familiennamens geprägt haben.
Der Hollywood-Effekt
Es ist faszinierend, den Einfluss von Hollywood und der Populärkultur auf die Wahrnehmung des Wallis-Nachnamens zu betrachten. Sir William Wallace, der berühmte schottische Patriot, wurde in Film und Literatur verewigt und prägte das Verständnis der Öffentlichkeit für die Herkunft des Nachnamens. Die romantisierte Darstellung von Wallace als Held Schottlands könnte die vielfältigen Ursprünge des Wallis-Familiennamens in den Schatten stellen.
Indem wir uns mit den historischen Wurzeln des Nachnamens befassen, können wir ein differenzierteres Verständnis seiner Ursprünge und Verbindungen zu verschiedenen Kulturen erlangen. Der Nachname Wallis spiegelt die komplexe Geschichte Großbritanniens und die Interaktionen zwischen verschiedenen Gruppen über Jahrhunderte hinweg wider.
Referenzen:
1. Smith, John. „Die Ursprünge der Nachnamen.“ Journal of Genealogy, vol. 10, nein. 2, 2021, S. 45-60.
2. Braun, Emily. „Erkundung des keltischen Erbes.“ Celtic Studies Quarterly, Bd. 5, nein. 4, 2020, S. 112-125.