Walker Herkunft: Eine Nachnamen-Perspektive
Der Nachname Walker hat eine reiche Geschichte mit über fünfzig Einträgen im „Dictionary of National Biography“ und nicht weniger als sechzig Wappen, die auf anglo-schottische Wurzeln zurückgehen. Es leitet sich entweder als Berufsname für einen Fuller oder als Ortsname von einem Ort namens Walker in Northumberland ab. Wenn der Ursprung beruflich ist, stammt er von dem Wort „Wealcere“ vor dem 7. Jahrhundert und beschrieb die Arbeit eines Walkers, der rohe Stoffe in einem großen Gefäß mit einer Wassermischung reinigte und verdickte, indem er darauf trat. Berufsnamen bezeichneten den tatsächlichen Beruf des Trägers und wurden vererbbar, wenn ein Sohn dem Vater in der gleichen Tätigkeit oder im gleichen Beruf folgte.
Wenn es sich um einen Ortsnamen handelt, wird Walker in Northumberland in den „Inquisitiones post mortem“ aus dem Jahr 1268 als Walkyr erwähnt, abgeleitet vom altskandinavischen Wort „kiarr“, was „Die Mauer am Sumpf“ bedeutet. Frühe Beispiele für Aufzeichnungen umfassen Robert le Walker in den Assize Court Rolls of Yorkshire im Jahr 1260, während Sir Edward Walker (1612–1677) 1675 Shakespeares Haus in Stratford-on-Avon kaufte. Robert Walker (1789–1854) war der Pfarrer von Seathwaite, Cumberland, im Volksmund als „Wonderful Walker“ bekannt und von Wordsworth gefeiert. Die erste aufgezeichnete Schreibweise des Nachnamens stammt von Richard le Walkere aus dem Jahr 1248, während der Herrschaft Heinrichs III., bekannt als „Der Franzose“, 1216–1272. Nachnamen wurden notwendig, als die Regierungen die Personenbesteuerung einführten. In England wurde dies manchmal als Kopfsteuer bezeichnet. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich Nachnamen in allen Ländern weiterentwickelt, was oft zu bemerkenswerten Abweichungen in der ursprünglichen Schreibweise führte.
Etymologie und Merkmale
Der Nachname Walker leitet sich von einem Beruf ab, „der Walker“, was einen Walker bedeutet, der Wolltücher reinigt und dicker macht. Der Begriff „Walker“ geht auf das altenglische „wealcere“ und das mittelenglische „walker“ zurück, gleichbedeutend mit dem lateinischen „fullo“. Das Handwerk des Walkens und Zubereitens von Stoffen war als „Walker“ bekannt, mit Verweisen auf Personen wie Thomas dictus Walkar in Berwick im Jahr 1324, William Walkere in Inverness im Jahr 1361 und Alexander Walker, der um 1560 in Burnemouth eine Charta erhielt. Das Handwerk von Walkeris in Edinburgh wurde im Jahr 1500 ein Gütesiegel verliehen, das die Bedeutung des Handels bestätigte.
Im Norden Englands und im Süden Schottlands wird eine Walkmühle immer noch Walk-Mill genannt, was entweder einen Walkmühle oder einen Beamten bezeichnet, der Waldgebiete inspizierte. Diese doppelte Bedeutung spiegelt sich in den verschiedenen Schreibweisen des Nachnamens wider, wie z. B. Valcar, Valcer, Valker, Waker, Walcair, Walcar, Walcare, Walcer und Waulcar. Bemerkenswert ist, dass „Walker“ auch verwendet wird, um den gälischen Mac als „fhucadair“ darzustellen, was die verschiedenen Ursprünge und Assoziationen des Nachnamens unterstreicht.
Verbreitung und Popularität
Während der Nachname Walker am häufigsten in England und Schottland vorkommt, hat er sich auch in anderen Regionen der Welt verbreitet. In Irland ist Walker als Fuller oder Trampler auf Stoff bekannt, ähnlich wie Tucker und Fuller. Die Beliebtheit des Nachnamens lässt sich in den Vereinigten Staaten beobachten, wo es über 510.000 Personen mit dem Nachnamen Walker gibt, was ihn zum 21. beliebtesten Nachnamen macht. Auch im Vereinigten Königreich steht Walker mit etwa 180.000 Namensvettern auf Platz 18 der beliebtesten Nachnamen.
Der Nachname Walker ist nicht nur ein Hinweis auf die Besetzung, sondern auch ein Beweis für die historische Bedeutung des Walkhandwerks und seiner Praktizierenden. Ob als Fuller, Wanderer, Beobachter oder Stoffwanderer, der Nachname spiegelt ein Vermächtnis der Handwerkskunst und des Engagements für die Textilindustrie wider. Ein Blick auf die Etymologie und Geschichte des Nachnamens Walker bietet einen Einblick in die vielfältigen Ursprünge und Entwicklungen von Nachnamen und verdeutlicht die dynamische Natur der Personennomenklatur im Laufe der Geschichte.
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