Herkunft von Mendes: Ein Nachname mit einer reichen Geschichte
Der berühmte spanische und portugiesische Nachname, der in verschiedenen Schreibweisen aufgezeichnet wird, darunter Menendez, Menendes, Mendez, Melendez und Mendes, hat seinen Ursprung in Deutschland. Der als Westgoten bekannte germanische Stamm besetzte Spanien ab etwa 410 n. Chr. drei Jahrhunderte lang und hinterließ viele Namen, die heute weltweit als Nachnamen vorkommen. In diesem Fall geht die Entwicklung auf den zusammengesetzten Personennamen „Hermenegild“ aus der Zeit vor dem 5. Jahrhundert zurück, der sich aus den Elementen „ermen“, was „ganz“ bedeutet, und „Gilde“, einer Gabe, ableitet. Dieser Name wurde angeblich von einem ursprünglichen Mitglied der westgotischen Königsfamilie geboren, das zum Christentum konvertierte und später heiliggesprochen wurde.
Historische Beispiele
Mit der anschließenden Bekanntheit wurde der Name im Mittelalter noch beliebter. Frühe Beispiele für Nachnamen aus authentischen Kirchen- und Zivilregistern sind Pedro Valdes Menendes, der Josepha de Santiesteban am 28. März 1706 in San Miguel, Arcangel, Mexiko, heiratete, und Jazinto Menendez, der am 2. Februar 1773 am selben Ort getauft wurde Antonia Mendez war eine frühe Aufzeichnung in Kalifornien und wurde am 9. Juli 1868 in der Mission San Carlos de Borromeo in Monterey getauft. Das in Spanien verliehene Wappen zeigt ein silbernes Feld mit einem blauen Löwen in Gold.
Die erste aufgezeichnete Schreibweise des Nachnamens ist die von Pedro Francisco Menendez vom 29. Dezember 1642 in Plasencia, Cáceres, Spanien, während der Herrschaft von König Philipp II. von Spanien, Kaiser von Mexiko, 1621–1665. Nachnamen wurden notwendig, da die Regierungen eine persönliche Besteuerung einführten. In England war dies als Poll Tax bekannt. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich Nachnamen in allen Ländern immer weiter „entwickelt“, was oft zu bemerkenswerten Varianten der ursprünglichen Schreibweise führte.
Bedeutung und Verbreitung
Der hispanische Nachname Mendes leitet sich vom spanischen Patronym ab und bedeutet „Sohn von Mendo“ (möglicherweise vom Namen Ermenegildo). Es kommt in italienischen Gemeinden vor, insbesondere in der kubanischen, peruanischen, philippinischen und ecuadorianischen Bevölkerung. Laut den Surnames of the United Kingdom (1912) von Henry Harrison wird Mendes als Nachkomme von Mendel (Wissen oder Weisheit) beschrieben.
Laut dem Dictionary of American Family Names (1956) von Elsdon Coles Smith wird Mendes als Genitiv von Mend angesehen, das seine Wurzeln in Wissen oder Weisheit hat. Die Etymologie aus dem Dictionnaire Étymologique des Noms de Famille et Prénoms de France (1951) von Albert Dauzat legt Mendes als mögliche portugiesische Form des spanischen Menendez mit einer obskuren Wurzel und dem Patronymsuffix -ez nahe.
Globale Perspektiven
Der Nachname Mendes hat auch Verbindungen zu Israeliten, die im 16. Jahrhundert aus Portugal eingewandert sind, wie im Dictionnaire Étymologique des Noms de Famille et Prénoms de France (1951) von Albert Dauzat erwähnt. Die russische Perspektive auf Mendes weist auf eine Religionszugehörigkeit hin, was darauf hindeutet, dass sich der Name über verschiedene Regionen und Kulturen verbreitet hat.
Während die Geschichte und Bedeutung des Nachnamens Mendes je nach Region und Sprache unterschiedlich sein können, haben seine Wurzeln im germanischen, spanischen und portugiesischen Erbe zu seiner weit verbreiteten Verwendung und Anpassung im Laufe der Jahrhunderte beigetragen.
Schlussfolgerung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der Nachname Mendes, der seinen Ursprung in der germanischen, spanischen und portugiesischen Geschichte hat, zu einem vielfältigen und weit verbreiteten Namen entwickelt hat, der in verschiedenen Gemeinden und Ländern auf der ganzen Welt vorkommt. Von seinen Wurzeln in der westgotischen Besetzung Spaniens bis zu seiner Präsenz in der heutigen italienischen, kubanischen und philippinischen Bevölkerung hat der Nachname Mendes eine reiche Geschichte und kulturelle Bedeutung. Durch die Erforschung der Etymologie und historischer Beispiele des Nachnamens können wir ein tieferes Verständnis der Komplexität und Vielfalt von Nachnamen und ihrer Auswirkungen auf Genealogie und Identität erlangen.
Quellen
- Nachnamen des Vereinigten Königreichs (1912) von Henry Harrison
- Dictionary of American Family Names (1956) von Elsdon Coles Smith
- Dictionnaire Étymologique des Noms de Famille et Prénoms de France (1951) von Albert Dauzat