Der lombardische Ursprung der Nachnamen
Aufgezeichnet in verschiedenen Formen, darunter Lombard, Limbart, Limbert, Lumbard (Britisch und Irisch), Lombart, Lombardi, Lombardo (Italienisch), Lombardet, Lombardei (Französisch), Lombardo (Spanisch) und andere, ist dieser Nachname vielleicht überraschenderweise germanischen Ursprungs, mit zwei möglichen Ableitungen. Der erste ist ortsbezogen und beschreibt eine Person aus der Lombardei. Diese Provinz in Italien wurde ab dem 5. Jahrhundert n. Chr. von einem gallischen Stamm namens „Langobardi“ bevölkert, der aus Norddeutschland kam und die ursprünglichen Bewohner der Region vertrieb.
Der zweite mögliche Ursprung ist beruflicher Natur und bezieht sich auf einen Bankier oder Geldverleiher im Mittelalter. Es scheint, dass frühe italienische Kaufleute in dieser fernen Zeit in Großbritannien für ihre Finanzgeschäfte bekannt waren. Daher wurde der Begriff „Lombard“ zu einem Standardbegriff für alle, die sich mit Finanzen befassen, paradoxerweise nicht unbedingt italienischen Ursprungs. Der Familienname tauchte auch schon früh in Irland auf, wo Berichten zufolge ab Mitte des 14. Jahrhunderts mehrere Langobarden Bürgermeister der Stadt Cork wurden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Familienname in seinen verschiedenen Schreibweisen auch mit dem ähnlichen Lambert verwechselt, der wiederum germanischen Ursprungs ist.
Ortliche und berufliche Herkunft
Der Familienname Lombard geht auf die Lombardei zurück, eine italienische Provinz, die im 5. Jahrhundert n. Chr. vom Stamm der Langobarden aus Norddeutschland besiedelt wurde. Dieser ortsbezogene Zusammenhang führte dazu, dass mit dem Nachnamen Personen aus der Lombardei bezeichnet wurden.
Darüber hinaus wurde der Begriff „Lombard“ im Mittelalter auch mit Bankiers und Geldverleihern in Verbindung gebracht, insbesondere solchen italienischer Abstammung. Italienische Kaufleute in Großbritannien waren für ihre Finanzgeschäfte bekannt, was dazu führte, dass der Nachname als Bezeichnung für diejenigen verwendet wurde, die in finanzbezogenen Berufen tätig waren.
In London wurde die Lombard Street nach italienischen Kaufleuten benannt, die im Viertel wohnten. Die Gegend wurde für ihre Finanzaktivitäten bekannt und festigte die Verbindung des Nachnamens mit Geldverleih und Bankwesen.
Entwicklung des Nachnamens und seiner Varianten
Im Laufe der Zeit entwickelte sich der lombardische Nachname in verschiedenen Regionen, was zu unterschiedlichen Schreibweisen und Interpretationen führte. Der Familienname war nicht nur auf Italien beschränkt, sondern verbreitete sich auch in anderen europäischen Ländern und brachte die Bedeutung von Finanzen und Handel mit sich.
Im Laufe der Geschichte hatten Personen mit dem Nachnamen Lombard prominente Positionen in der Gesellschaft inne, unter anderem wurden sie Bürgermeister in Cork, Irland. Die Verbindung des Nachnamens mit Finanzaktivitäten festigte seinen Ruf im Handelsbereich weiter.
Vergleich mit ähnlichen Nachnamen
Es ist erwähnenswert, dass der lombardische Nachname oft mit dem ähnlichen Nachnamen Lambert verwechselt wurde, der ebenfalls germanischen Ursprungs ist. Trotz der Ähnlichkeiten haben diese beiden Nachnamen unterschiedliche historische Konnotationen und haben sich im Laufe der Zeit unabhängig voneinander entwickelt.
Insgesamt hat der Familienname Lombard eine reiche Geschichte, die sowohl in der örtlichen Bindung zur Lombardei als auch in beruflichen Verbindungen zur Finanzwelt verwurzelt ist. Durch seine Entwicklung und Verbreitung über verschiedene Regionen hinweg ist der Familienname in verschiedenen europäischen Ländern zum Synonym für Bankwesen und Geldverleih geworden.
Referenzen
1. Ein Wörterbuch der englischen und walisischen Nachnamen (1896) von Charles Wareing Endell Bardsley
2. The Surnames of Scotland (1946) von George Fraser Black (1866-1948)
3. Nachnamen des Vereinigten Königreichs (1912) von Henry Harrison
4. A Guide to Irish Names (1964) von Edward MacLysaght
5. Südafrikanische Nachnamen (1965) von Eric Rosenthal
6. Dictionary of American Family Names (1956) von Elsdon Coles Smith
7. Patronymica Britannica (1860) von Mark Antony Lower
8. Nachnamen (1857) von Bernard Homer Dixon
9. Les Canadiens-Français: Origine des Familles (1914) von Narcisse Eutrope Dionne
10. Dictionnaire Étymologique des Noms de Famille et Prénoms de France (1951) von Albert Dauzat