Die Ursprünge des Arztnamens: Ein detaillierter Blick
Aufgezeichnet in vielen Schreibweisen, darunter Daughter, Darter, Dauter, Dafter, Dafters, Daftors und Doctor, handelt es sich um einen englischen Nachnamen mit mindestens zwei möglichen Ursprüngen. Das erste stammt vom altenglischen Wort „dohtor“ aus der Zeit vor dem 7. Jahrhundert und bedeutet nicht „Arzt“, sondern „Tochter“. Aus unklaren Gründen ist der Nachname aus dieser Quelle nicht gut dokumentiert. Nach Angaben verschiedener Behörden bezieht sich der Name möglicherweise nicht wörtlich auf eine Tochter, sondern möglicherweise auf eine Erbin, von der erwartet wird, dass sie das Land ihres Vaters erbt.
Als weiteres Beispiel dafür, wie Wörter ihre Bedeutung ändern, wurde das Wort „Cousin“ bis vor Kurzem oft nicht unbedingt für einen Blutsverwandten verwendet, sondern für jemanden, der ein enger Freund war. Eine zweite Erklärung für diesen Nachnamen stammt aus dem Französischen und leitet sich vom Wort „Darteurre“ ab. Dies war ein Berufsname für einen Hersteller von Pfeil- und Pfeilspitzen, ähnlich dem englischen Arrowsmith und Fletcher. Der Name findet sich im 13. Jahrhundert in England als „Dart“, und später wurde Hughe Darteurre 1635 in London als Hugenottenflüchtling registriert. Später wurde Katherin Doctor 1570 in St. James Clerkenwell in der City of London getauft, während Durmaric Darter 1609 in St. Peters Holborn, ebenfalls in der City of London, getauft wurde. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich die Nachnamen in den einzelnen Ländern häufig weiterentwickelt, was zu bemerkenswerten Abweichungen von der ursprünglichen Schreibweise geführt hat.
In Schottland
Zu den frühen schottischen Urkunden gehören Mitteilungen über erbliche Ärzte, die aufgrund ihres Amtes Ländereien genossen. Einer dieser Ärzte wird in Rymer positiv erwähnt: „Littera ab Alexandra primogenito Regis Scottorum pro Ade Kercudbright, medico quondam Roberti de Brus, qui contra communem medicorum Opinionem ipsum sanitati restituerat“, Scone, 3 Julii, 1282. Magister Martin, „medico meo ,‘ war vor 1214 Zeuge einer Urkunde von Wilhelm dem Löwen. Als Martin Medicus war er zwischen 1189 und 1214 Zeuge einer Schenkung von Richard Filius Michael an das Krankenhaus von Soltre. Henry, Medicus, war Zeuge einer Urkunde von Hugh, cancellarius regis, an die Abtei von Arbroath, ca. 1189–1199, und etwa zur gleichen Zeit erfolgte eine Urkunde durch Hugh, Bischof von St. Andrews.
In The Surnames of Scotland (1946) von George Fraser Black wurden Nachnamen schottischer und deutscher Herkunft als solche beschrieben, die Medizin praktizierten oder hochgebildet waren, im Allgemeinen Lehrer. Das Dictionary of American Family Names (1956) von Elsdon Coles Smith erwähnt auch den Nachnamen Doctor als einen, der mit der Religionszugehörigkeit in Irland verbunden ist.
Weitere Untersuchungen zum Nachnamen Doctor zeigen eine reiche Geschichte und unterschiedliche Ursprünge, die sich über verschiedene Länder und Sprachen erstrecken. Von der ursprünglichen Bedeutung „Tochter“ im Altenglischen bis hin zur Verbindung mit Ärzten in Schottland zeigt die Entwicklung dieses Nachnamens die Komplexität der Namensgebungspraktiken und sprachlichen Veränderungen im Laufe der Zeit.
Abschließend
Der Nachname Doctor ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie ein scheinbar einfaches Wort mehrere Bedeutungen und Ursprünge haben kann. Von der Bezeichnung familiärer Beziehungen bis hin zu beruflichen Berufen hat sich dieser Name im Laufe der Jahrhunderte weiterentwickelt, um die sich verändernden sozialen Landschaften und sprachlichen Einflüsse verschiedener Regionen widerzuspiegeln. Indem wir uns mit der Geschichte und dem Kontext des Nachnamens „Doctor“ befassen, können wir ein tieferes Verständnis für die Vernetzung von Sprache, Kultur und Identität gewinnen.
Weitere Studien und Analysen des Nachnamens Doctor in verschiedenen Regionen und Zeiträumen könnten noch mehr Einblicke in die Komplexität der Namenskonventionen und ihre kulturelle Bedeutung liefern. Indem wir den reichen Teppich von Namen wie Doctor erkunden, können wir verborgene Geschichten und Zusammenhänge aufdecken, die das komplexe Geflecht der Menschheitsgeschichte enthüllen.
Referenzen: - Black, G. F. (1946). Die Nachnamen Schottlands. New York: Öffentliche Bibliothek von New York. - Smith, E. C. (1956). Wörterbuch der amerikanischen Familiennamen. New York: Harper & Brothers.