Bostoner Herkunft: Nachnamenperspektive
Der Nachname Boston hat seinen Ursprung in der geografischen Lage der Stadt Boston in Lincolnshire, England. Die Stadt ist als Ausgangspunkt für viele Siedler bekannt, die um 1607 zur Gründung der Kolonien in Neuengland beitrugen. Die Pilgerväter segelten an Bord des Mayflower-Schiffes von Boston nach Plymouth in Devon, bevor sie 1620 ihre epische Reise antraten. Die erste Erwähnung des Ortsnamens stammt aus dem Jahr 1130 in der Form Botulestan, die genaue Bedeutung bleibt jedoch ungewiss.
Geografische Herkunft
Eine Theorie besagt, dass es sich um „die Steinkirche von St. Botulf“ handelt, obwohl der Heilige selbst anderswo begraben wurde. Der Nachname ist ortsbezogen und weist auf einen ehemaligen Bewohner des Ortes hin, der wahrscheinlich im Mittelalter in eine andere Gegend gezogen ist. Damals war es üblich, Fremde anhand des Namens des Ortes zu identifizieren, aus dem sie kamen, was im Laufe der Zeit zu Variationen und Änderungen in der Schreibweise führte. Frühe dokumentierte Beispiele für den Nachnamen Boston sind Thomas de Botulfston in den Hundred Rolls of Suffolk im Jahr 1273 und William de Boston, der Prior von Beeston in Norfolk im Jahr 1314. Im Jahr 1615 wurde Rebeka Boston in der St. James Church in Clerkenwell getauft 1786 heiratete James Boston Ann Kitchen in der St. George's Chapel am Hanover Square, beide stammen aus London, England.
Historische Bedeutung
Quellen wie „A Dictionary of English and Welsh Surnames“ und „The Surnames of Scotland“ zufolge hat der Name Boston historische Bedeutung. Die Bostons of Gattonside gehen auf eine alte Border-Familie zurück, wobei Variationen wie Boustoune und Bowstone aufgezeichnet sind. Es gibt Hinweise auf den Nachnamen Boston in verschiedenen Aufzeichnungen in verschiedenen Regionen, was auf seine weitverbreitete Verwendung und Entwicklung im Laufe der Zeit schließen lässt.
Kultureller Einfluss
Der angelsächsische Personenname Botwulf, abgeleitet von den altenglischen Elementen bót und wulf, trägt zur Bildung des Nachnamens Boston bei. Der Name wird mit Orten wie St. Botolph's Town in Lincolnshire in Verbindung gebracht und zeigt die Verbindung zwischen Personennamen, Ortsnamen und Nachnamen. Obwohl der Nachname Boston in England nicht sehr verbreitet ist, verleiht er der Familie von Irby einen Titel, Barons Boston, und unterstreicht damit ihre adelige Assoziation. Im Boston (Massachusetts) Directory von 1856 erscheint der Nachname dreimal, was auf seine Präsenz auch in den Vereinigten Staaten hinweist.
Globale Bedeutung
Der Nachname Boston ist nicht auf England beschränkt, sondern bezieht sich auf Städte in Grafschaften wie Lincoln und York im Vereinigten Königreich. Es hat geografische Grenzen überschritten und ist Teil verschiedener Kulturen und Bevölkerungsgruppen auf der ganzen Welt geworden. Von Europa bis nach Amerika trägt der Nachname Boston ein Erbe der Migration, Besiedlung und Anpassung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Familienname Boston, der aus der Stadt Boston in Lincolnshire, England, stammt, eine reiche Geschichte von geografischer, kultureller und historischer Bedeutung hat. Seine Entwicklung vom Ortsnamen zum Nachnamen spiegelt das komplexe Zusammenspiel von Sprache, Migration und Identität in menschlichen Gesellschaften wider.
Quellen:
1. Bardsley, Charles Wareing Endell. „Ein Wörterbuch englischer und walisischer Nachnamen.“ London, 1896.
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